Der Glasfaserausbau in Deutschland beschleunigt sich spürbar, wobei die Deutsche Telekom eine treibende Kraft darstellt. Bis Ende 2024 möchte das Unternehmen 10,1 Millionen Haushalte mit schnellen Internetverbindungen erreichen, eine Steigerung um 2,2 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. "Wir bauen Glasfaser aus, was das Zeug hält", so Tim Höttges, Chef der Telekom, der die Entschlossenheit seines Unternehmens unterstreicht.
Der Ausbau bezieht sich zunächst auf Glasfaserkabel, die bereits in den Straßennetzen verlegt sind und theoretisch die Wohnungen erreichen könnten – die sogenannten "Homes Passed". Einer der Herausforderungen bleibt, die Leitungen auch tatsächlich bis in die Wohnungen ("Fiber to the Home" – FTTH) zu legen. Einige Bewohner haben bisher kein Interesse gezeigt, oder die Bauvorhaben wurden noch nicht realisiert.
Ein Wettbewerber der Telekom, Deutsche Glasfaser, verzeichnete im vergangenen Jahr ebenfalls signifikante Fortschritte. Das Unternehmen konnte seine Abdeckung um 0,4 Millionen auf insgesamt 2,4 Millionen Haushalte erhöhen. Dabei sind bereits 40 Prozent der erreichten Haushalte als Kunden gewonnen worden, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Im Gegensatz dazu hat die Telekom bisher weniger Haushalte in Kundenverträge umgewandelt. Höttges betont, dass die Erhöhung dieses Anteils in diesem Jahr eine Priorität darstellt, um die getätigten Investitionen zeitnah zu monetarisieren.
Der Ausbau von FTTH bietet das schnellste und stabilste Internet, allerdings oft zu einem höheren Preis. Bis zum Jahr 2030 soll gemäß den Plänen der Bundesregierung eine flächendeckende Glasfaser-Infrastruktur in Deutschland Realität werden, und die Telekom wird hierbei eine Schlüsselrolle einnehmen.