28. Februar, 2025

Märkte

Deutsche Staatsanleihen profitieren von Handelsunsicherheiten und uneinheitlichen Inflationsdaten

Deutsche Staatsanleihen profitieren von Handelsunsicherheiten und uneinheitlichen Inflationsdaten

Die Kurse für deutsche Staatsanleihen zeigten sich am Freitag im Aufwind. Im frühen Nachmittagshandel verzeichnete der Euro-Bund-Future einen Anstieg um 0,21 Prozent, notierend bei 133,18 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stabilisierte sich bei 2,40 Prozent. Diese Kursbewegungen werden durch eine gedämpfte Stimmung an den Aktienmärkten unterstützt, angetrieben durch die jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump. Trump stellte in Aussicht, China, Kanada und Mexiko bald mit Zöllen zu belegen. Analysten der Dekabank äußern, der bisherige Glaube an Trumps ökonomische Rationalität könnte schwinden. Sollten die Annahmen über seine Handlungsweise unrichtig sein, müsse das wirtschaftliche Risiko für die Europäische Union und die Eurozone neu evaluiert werden. Die Uneinigkeit in den jüngsten Inflationsdaten großer Eurozonen-Länder lässt den Märkten keine klaren Signale zukommen. Während Deutschland im Februar einen Anstieg des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) um 2,8 Prozent verzeichnete, fiel die Inflationsrate in Frankreich auf 0,9 Prozent ab; in Italien blieb sie stabil bei 1,7 Prozent. Die gesamte Eurozonen-Inflation wird am Montag enthüllt. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, analysiert weiter: „Die Europäische Zentralbank sieht sich angesichts der aktuellen Inflationstrends in einer günstigen Position, um weitere Zinssenkungen in Erwägung zu ziehen.“ Er hebt die Entwicklungen in Frankreich und den reduzierten Preisdruck im deutschen Dienstleistungssektor als entscheidende Faktoren hervor. „Die gesamte Inflationsrate der Eurozone wird daher im Februar voraussichtlich merklich niedriger als im Januar ausfallen.“