Der deutsche Aktienmarkt erlebt zur Wochenmitte einen bemerkenswerten Aufschwung. Angetrieben von positiven Wirtschaftsaussichten und erfreulichen Unternehmensberichten, zeigen sich Investoren in bester Kauflaune. So beschließt der Dax den Vormittag mit einem kräftigen Plus von 1,33 Prozent bei 22.709 Punkten und rückt damit dem kürzlich erreichten Rekordhoch von 22.935 Punkten wieder näher.
Der Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar von RoboMarkets lässt durchblicken, dass eine Schwarz-Rot-geführte Regierung der deutschen Wirtschaft neue Impulse geben könnte – ein Grund, der den Kauf deutscher Aktien zusätzlich anfeuert.
Während der MDax der mittelgroßen Unternehmen den Dax erneut überholte und um 1,77 Prozent auf 28.583 Punkte zulegte, zeigte sich auch der EuroStoxx 50 mit einem Zugewinn von 1,2 Prozent robust. Kommentatoren von Index Radar beobachten, dass sich die europäischen Märkte, allen voran der Dax, mehr und mehr von den Wall-Street-Entwicklungen abkoppeln. Sollte die Begeisterung für die US-amerikanischen KI-Giganten abnehmen, könnte dies einen Kapitalfluss von den USA nach Europa zur Folge haben – eine interessante Perspektive vor der Veröffentlichung der Nvidia-Geschäftszahlen nach US-Handelsschluss.
In der Dax-Familie sorgten am Mittwoch die Aktien von Fresenius mit einem beeindruckenden Anstieg von über sieben Prozent für Aufsehen. Dank eines Gewinnzuwachses im vergangenen Jahr wird die Dividende wiederaufgenommen. Ebenso erfreulich präsentierten sich die Titel von Munich Re, die nach einem erfolgreichen Jahr mit einer hohen Dividende und großzügigen Aktienrückkäufen beeindruckten und ein neues Rekordhoch erreichten.
Eon konnte mit einem optimistischen Ausblick punkten, was die Aktienkurse um mehr als dreieinhalb Prozent ansteigen ließ. Im Gegensatz dazu verzeichnete die Deutsche Telekom nach anfänglichen Kursgewinnen Gewinnmitnahmen und fiel um 2,7 Prozent. Ein Händler bezeichnete die jüngsten Zahlen als durchwachsen, und die Prognosen für 2025 blieben hinter den Erwartungen zurück.
Der MDax war Schauplatz eines bemerkenswerten Anstieges bei Auto1. Der Online-Gebrauchtwagenhändler konnte die Anleger mit seiner Prognose für ein weiteres profitables Jahr beeindrucken und so stiegen die Papiere um satte 14 Prozent.