04. April, 2025

Märkte

DAX und MDAX fallen aufgrund von Unsicherheiten durch Trump-Zölle

Am deutschen Aktienmarkt hat sich zur Wochenmitte eine pessimistische Stimmung verbreitet, da Anleger mit Spannung auf die bevorstehenden Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump bezüglich neuer Zollentscheidungen warten. Der DAX, der wichtige Leitindex, verzeichnete bis zum Mittag einen Rückgang um 0,93 Prozent und notierte bei 22.330 Punkten. Auch der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen abbildet, folgte diesem Trend und sank um 0,76 Prozent auf 27.482 Punkte. Der EuroStoxx 50, der die bedeutendsten Unternehmen der Eurozone umfasst, verlor ebenfalls an Wert und rutschte um ein halbes Prozent.

Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zollmaßnahmen herrscht Unsicherheit unter den Investoren. US-Präsident Trump plant, seine Entscheidungen im Rosengarten des Weißen Hauses während einer Pressekonferenz zu verkünden. Die Commerzbank erwartet diverse mögliche Szenarien: angefangen von einem pauschalen Gegenzoll auf alle Handelspartner, über spezielle Zölle für bestimmte Länder, bis hin zu variablen Zollsätzen, jeweils angepasst an die betroffenen Länder. Die Finanzmärkte befinden sich somit in einer angespannten Warteposition und erhoffen sich durch Trumps Ankündigungen Klarheit. Gleichzeitig warnen Experten von Index Radar vor weiteren Unsicherheiten. Besonders entscheidend könnte dabei sein, ob Trump Bereitschaft zu Gesprächen signalisiert oder ob eine Eskalation des Handelskonflikts droht.

Ein markanter Rückgang war in den Pharmawerten zu beobachten, aus Sorge, dass auch auf Medikamente neue Zölle erhoben werden könnten. So verbuchten Unternehmen wie Bayer und Sartorius im DAX Verluste von bis zu 4 Prozent. Der gesamte europäische Pharmasektor schloss mit einem Minus von 2,1 Prozent im Stoxx-600-Index als Schlusslicht.

Unter den Unternehmen, die von positiven Impulsen profitierten, war Nordex, das dank neuer Aufträge aus der Türkei Kursgewinne von über 3 Prozent verzeichnen konnte. Anders erging es dem Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1, der für das Jahr 2024 erstmals einen Gewinn gemeldet hatte, dessen Aktien jedoch um mehr als 6 Prozent fielen, als sie im Xetra-Handel unter die technikrelevante 50-Tage-Linie rutschten.

Ebenfalls im Fokus stand die Norma Group, die infolge einer Herabstufung durch die Privatbank Quirin auf „Sell“ um 4,4 Prozent absackte. Der Autozulieferer Continental sah sich einem Minus von 1,1 Prozent gegenüber, welches im Vorlauf des bevorstehenden Quartalsberichts auftrat.