In Frankreich steht die Arbeitsagentur im Zentrum eines schwerwiegenden Cyberangriffs, der Millionen von Bürgern betrifft, die im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte als arbeitssuchend registriert waren oder ihre Dienste genutzt haben. Die Präzisierung der betroffenen Daten macht die Dimension des Vorfalls deutlich: Persönliche Informationen wie Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Sozialversicherungsnummern könnten kompromittiert worden sein. In einem Punkt gibt die Agentur jedoch Entwarnung: Die für die Existenzsicherung vieler Menschen entscheidenden Bankverbindungen blieben unangetastet, und die Auszahlungen des Arbeitslosengeldes sind durch die Cyberattacke nicht beeinträchtigt.
Von offizieller Seite wurde bisher kein Verdacht geäußert, wer für diesen brisanten Angriff verantwortlich sein könnte. Anzeichen einer systematischen Verfolgung des Vorfalls sind allerdings sichtbar, da die Staatsanwaltschaft von Paris bereits mit Vorermittlungen beauftragt worden ist. Dieser Fall reiht sich nahtlos in eine Serie von Cyberattacken ein, die Frankreich in jüngster Zeit erschüttert haben. Erst kürzlich standen mehr als 33 Millionen Bürger im Fokus einer ähnlichen Attacke, die zwei Dienstleister des französischen Krankenversicherungswesens zum Ziel hatte.
Die französischen Behörden stehen nun vor der Herausforderung, sowohl das Vertrauen der Bürger in digitale Dienste zu stärken als auch ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen, um vergleichbare Vorfälle in der Zukunft zu verhindern.