Der Bitcoin navigiert derzeit durch aufregende Zeiten, nachdem er zu Wochenbeginn nach einem sprunghaften Anstieg auf hohem Niveau verblieb. Zwar verzeichnete die Kryptowährung am späten Vormittag einen Rückgang von etwa zweieinhalb Prozent auf 91.892 US-Dollar, doch dies folgte auf ein sonntägliches Hoch von rund 95 Dollar – ein Plus von rund zehn Prozent. Im Vergleich zum niedrigen Stand von gut 78.000 Dollar am Freitag ist der Anstieg noch signifikanter. Unterstützung kam hierbei von US-Präsident Donald Trump, der am Sonntag seine positive Einstellung zu einer strategischen Kryptowährungsreserve in den USA kommunizierte. Dieses politische Bekenntnis verlieh nicht nur dem Bitcoin Flügel, sondern belebte den gesamten Kryptomarkt. Nach Einschätzung des Experten Timo Emden von Emden Research fachte Trumps Aussagen die Anlagefreude erneut an. Zu Beginn seiner Amtszeit war die erwartete Rückendeckung für Kryptowährungen noch ausgeblieben, was Enttäuschung bei den Investoren schürte. Inzwischen könnte die Stimmung wieder positiv umgeschlagen sein, mit der Erwartung weiterer kryptofreundlicher Maßnahmen seitens der US-Regierung. Trotz eines Rückgangs seit Trumps Amtseinführung, als der Bitcoin kurzzeitig über 109.000 Dollar gehandelt wurde, bleibt der Kurs bemerkenswert 35 Prozent über dem Niveau vor der US-Präsidentschaftswahl im November. Aber auch geopolitische Themen belasten die Märkte. Die geplanten Zölle auf EU-Importe sorgten jüngst für Unruhe, ebenso wie der spektakuläre Hackerangriff auf die Kryptobörse Bybit, bei dem Digitalwährungen im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar entwendet wurden.
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Bitcoin: Turbulenzen und Trump-Bonus bewegen den Markt
