Der international agierende Industrie-Recycler Befesa hat das vergangene Jahr mit einem bemerkenswert starken vierten Quartal abgeschlossen, das den Erwartungen vieler Marktbeobachter entgegenkam. Trotz der herausfordernden Marktbedingungen zeigte sich Konzernchef Asier Zarraonandia optimistisch und strebt für das laufende Jahr weiteres Wachstum an. Die Schuldenlast des Unternehmens soll zudem weiter reduziert werden. Während die Dividende für Aktionäre erneut sinkt, überzeugten die aktuellen Zahlen an der Börse: Der Aktienkurs stieg vorübergehend um acht Prozent, bevor er an der 200-Tage-Linie, einem wichtigen charttechnischen Widerstand, gebremst wurde. Am Vormittag notierte das Papier weiterhin mit zwei Prozent Aufschlag im SDax.
Der Aktienkurs von Befesa profitiert bereits seit Jahresbeginn von einer positiven Entwicklung, mit einem Anstieg von 13 Prozent, obwohl er in den vergangenen drei Jahren insgesamt über 60 Prozent verloren hatte. Konzernchef Zarraonandia hält an seinem ambitionierten Ziel fest, ein zweistelliges Wachstum des operativen Ergebnisses (Ebitda) in diesem Jahr zu erzielen. Die Perspektiven für das kommende Jahr 2025 stimmen das Unternehmen zuversichtlich, durch bessere Absicherungen im Zinkgeschäft und gestiegene Stahlstaubvolumen in den USA.
Das Jahr 2023 gestaltete sich für Befesa angesichts des niedrigen Zinkpreises schwierig, was zu einem spürbaren Rückgang der Gewinne führte. Auch die prognostizierte Erholung im zweiten Halbjahr blieb aus. Gleichwohl verzeichnete das letzte Vierteljahr rekordverdächtige operative Ergebnisse, maßgeblich unterstützt durch gestiegene Zinkpreise und optimierte Betriebskosten. Analysten erkennen darin eine deutliche Wende für den Recycler, insbesondere durch die verbesserte Nettoverschuldung und die wieder anziehende Nachfrage. Das bereinigte Ebitda stieg trotz der Herausforderungen in der Aluminiumverarbeitung und der schwierigen Lage in China um 17 Prozent auf 213,4 Millionen Euro.
Befesa plant, trotz der positiven Entwicklung eine Dividende von lediglich 64 Cent pro Aktie auszuschütten, nachdem die Ausschüttung bereits 2023 auf 73 Cent reduziert worden war.