03. April, 2025

Märkte

Anstehende Zolldiskussionen beeinflussen US-Staatsanleihenmärkten

Am Mittwoch verzeichneten die US-Staatsanleihen einen leichten Rückgang, als der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen um 0,20 Prozent auf 111,58 Punkte sank. Gleichzeitig stieg die Rendite für Papiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren auf 4,17 Prozent. Diese Bewegungen am Markt wurden maßgeblich durch besser als erwartete Wirtschaftsdaten ausgelöst. Besonders hervorzuheben sind die über den Prognosen liegenden Beschäftigungszahlen für den Monat März, die vom Arbeitsmarktdienstleister ADP gemeldet wurden. Ein weiteres positives Signal kam von den Auftragseingängen der Industrie, die im Februar die Erwartungen deutlich übertrafen.

Parallel rückte eine wichtige Ankündigung von US-Präsident Donald Trump in den Fokus der Marktteilnehmer. Für 22 Uhr (MESZ) plante der Präsident, neue Zollmaßnahmen bekanntzugeben, die weitreichende Folgen haben könnten. Trump deutete darauf hin, dass es um die Einführung einer gegenseitigen Zollpolitik gehe. Diese Politik sieht vor, dass die USA ihre Zölle in Bereichen erhöhen, in denen sie im Vergleich zu ihren Handelspartnern niedriger liegen. Die genauen Details und die potenzielle Umsetzung dieser umfassenden Zollerhöhungen blieben allerdings zunächst unklar.

Die Ungewissheit über die kommende Ankündigung des Präsidenten führte zu einer leichten Anspannung auf den Märkten. Analysten der Dekabank merkten an, dass die begleitende Rhetorik entscheidend sein werde, um die Chancen für zukünftige Handelsvereinbarungen beurteilen zu können. Generell sind Unsicherheiten bei Anlegern und Unternehmen unbeliebt, was die Nervosität vor der Verkündung zusätzlich anheizt. Entscheidend wird sein, ob Trumps Ankündigung tatsächlich den erhofften Klarheitsgewinn erbringt. Gleichzeitig ist nach Verkündung mit überlegten Gegenmaßnahmen von einigen der größten Handelspartner der USA, wie China, der Europäischen Union und Kanada, zu rechnen, wie aus Analysen der Dekabank hervorgeht.