27. Februar, 2025

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Aixtron kämpft mit Herausforderungen im Chipmarkt: Ausblick bleibt durchwachsen

Aixtron kämpft mit Herausforderungen im Chipmarkt: Ausblick bleibt durchwachsen

Die schleppende Entwicklung der Elektromobilität und schwierige Bedingungen in den Industriemärkten belasten erneut den Chipindustrieausrüster Aixtron. CEO Felix Grawert prognostiziert für 2025 einen Umsatzrückgang auf 530 bis 600 Millionen Euro, nachdem 2024 noch ein geringes Wachstum auf 633 Millionen Euro verzeichnet wurde. Trotz allem plant das Unternehmen, die Profitabilität durch Einsparungen aus einem Freiwilligenprogramm zur Personalreduktion zu stärken.

Aixtron zeigt sich dennoch optimistisch. Obwohl das Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2024 um 16 Prozent zurückging, investierte das Unternehmen verstärkt in seine Zukunftsfähigkeit. Dies führte zu einem operativen Margenrückgang von 25 auf 21 Prozent. Die Dividende wird auf 0,15 Euro je Aktie gesenkt, was einem klaren Schnitt nach dem Vorjahr entspricht.

Trotz der Herausforderungen gibt es auch Lichtblicke. Der Auftragseingang im Schlussquartal des vergangenen Jahres lag über den Erwartungen, was im sonst trüben Geschäftsausblick für 2025 zumindest einen positiven Akzent setzt. Analysten, wie Malte Schaumann von Warburg Research, sehen mittelfristig positive Wachstumsimpulse, insbesondere durch die Nachfrage nach Siliziumcarbid-Chips und die wachsenden Geschäfte mit Galliumnitrid-Anlagen.

Der Fokus für die kommenden Jahre liegt für Aixtron klar auf der Stärkung der Profitabilität und dem Ausbau ihrer Innovationskraft. Finanzvorstand Christian Danninger betont die kontinuierlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung, die das Unternehmen langfristig auf Wachstumskurs halten sollen. Während die Aktien im MDax im vergangenen Jahr stark nachgaben, bleibt der Blick auf die technologische Entwicklung und die Erholung des Marktes gerichtet.